Körperhaltung

Die optimale Körperposition und Rumpfaufrichtung während des Laufens

Oft wird der Körperposition, -lage sowie Rumpfaufrichtung während des Laufens wenig Beachtung geschenkt. Da gibt es die Laufgruppe mit einer weit nach vorne geneigten, fast schon gekrümmten Körperhaltung, bei denen es so wirkt, als ob sie permanent etwas auf dem Boden suchen würden. Und da gibt es die sehr aufrecht, fast schon mit etwas Rücklage laufenden Sportler. Manche neigen dann auch zu einer Laufposition, welche man allgemein als Flitzebogenlaufstil bezeichnet. Bei denen ist dann auch noch ein ausgeprägtes Holkreuz zu erkennen.

Am besten ihr probiert die verschiedenen Extremformen an eurem eigenen Körper und auf einem kurzen Laufabschnitt (nur ein paar Meter) aus und werdet sehr schnell feststellen, dass alle Extremformen weder angenehm noch ökonomisch zu laufen sind.

Das bedeutet ihr müsst, natürlich immer etwas individuell ausgeprägt, eine eurem Körperbau und der Laufgeschwindigkeit entsprechende Körperposition finden, welche aber auf gewissen wissenschaftlich fundierten Grundlagen zurückzuführen ist.

 

Position und Blickrichtung des Kopfes

Der Kopf sollte sich auf der Wirbelsäule im Lot befinden. Die Blickrichtung ist weit vorausgerichtet. (Das Geld liegt nämlich schon lange nicht mehr auf der Straße :-) )

 

Position des Rumpfes

Der Rumpf ist leicht nach vorne geneigt. Bei höherem Tempo etwas mehr. Nur so können wir auch genügend Druck auf den Untergrund bringen, welcher uns während unseres möglichst kurzen Bodenkontaktes nach vorne treibt.

 

Die Lendenwirbelsäule

Die LWS sollte immer gerade bleiben. Aber Vorsicht: Keine Hohlkreuzbilden und auf keinen Fall gekrümmt sein. (keinen Rundrücken machen)

 

Hüftstabilität und Hüftstreckung

Das Becken sollte immer möglichst stabil stehen. Ist dies nicht der Fall und kommt es zu einer Verkippung im Beckenbereich (Ähnlich wie bei den Laufstegakrobaten von „Germany's next Topmodel“) so liegt meist eine muskuläre Schwäche in der Gesäß- und Abduktorenregion vor. Wie man dieser Schwäche entgegenwirken oder aktivieren kann, könnt ihr in den Abschnitten Kräftigung/Stabilisierung oder Lauf-ABC nachlesen.

Ein Lauftechnisch gut ausgebildeter Läufer hat eine gute Hüftstreckung und „sitzt“ nicht während des Laufens. Speziell in der Abdruck oder Abstoßphase sollte die Hüfte komplett gestreckt sein. Ist dies nicht der Fall so liegt evtl. eine zu schwache Gesäßmuskulatur oder ein verkürzter Hüftbeugemuskel (M. iliopsoas) vor. Dann heißt es wieder, Kräftigung/Stabilisierung sowie Lauf-ABC, plus Stretching der vekürzten Struktur, in diesem Fall der Hüftbeuger.

 

 

 



























 

Checkliste für den Rumpf

  civilized runner
„schlechte“ Lauftechnik 
natural running (gute sowie aktive Lauftechnik)  
Kopf  vor dem Schwerelot  auf der Wirbelsäule im Lot  
Rumpf  vorgeneigt  leicht vorgeneigt  
LWS  Rundrücken  gerade (Vorsicht: Flitzebogengefahr)  
Hüftstabilität  Beckenverkippung  Becken steht stabil  
Hüftsreckung  schlecht - Läufer sitzt  gut -> effektiver Vortrieb  

 

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